Helene-Weber-Berufskolleg

Berufliche Bildung - darum geht es bei uns

Autor: hboelte (Seite 1 von 23)

Infotag am 30.11.19

Deutsch-französische Beratung am Helene-Weber-Berufskolleg

Kooperationsvertrag zwischen der Académie d‘Aix-Marseille und dem Land NRW geschlossen

Französische Auszubildende der Gastronomie arbeiten und lernen im Kreis Paderborn

Ein Partnerschaftsabkommen wurde zur Steigerung der fachlichen Qualität der Auslandsaufenthalte von Auszubildenden im Helene-Weber-Berufskolleg unterzeichnet. Mit Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerks trafen sich Schulaufsichtsbeamte, Schulleiter und Lehrkräfte des Helene-Weber-Berufskollegs, Robert-Bosch-Berufskollegs in Bonn und Lycée technique Hotelier in Marseille, um länderübergreifende Lernvereinbarungen festzulegen.

Am letzten Tag der Beratung unterzeichneten die Académie d‘Aix-Marseille, die zuständigen Industrie- und Handelskammern, unter anderen die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, sowie die Schulaufsicht der beteiligten Bezirksregierungen ein spezifisches Partnerschaftsabkommen. Im Rahmen eines kleinen Festakts zur Unterzeichnung unterstrichen Frau MR` Stephanie Pudenz vom Ministerium für Schule und Bildung (MSB) des Landes NRW und Herr Christophe Gargot (Académie d‘Aix-Marseille) in ihren Ansprachen, dass man den hier eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Institutionen der regionalen Berufsbildung in Zukunft auf weitere Branchen übertragen möchte. Das Partnerschaftsabkommen ist Ausdruck des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Institutionen und legt Branchen und Handlungsfelder der Zusammenarbeit fest.

Schulleiter Andreas Czorny: „Durch die Abstimmung der Inhalte des Auslandspraktikums mit den Lehrplänen und Ausbildungsordnungen beider Länder passen wir die Inhalte des Praktikums optimal an die Anforderungen der Betriebe an. Wir erhoffen uns dadurch neben der Kompetenzentwicklung der Auszubildenden auch eine erhöhte Bereitschaft weiterer Ausbildungsbetriebe, ihren Auszubildenden Auslandserfahrungen zu ermöglichen. Außerdem sehe ich hierin eine weitere Möglichkeit für die Ausbildungsbetriebe, dem Fachkräftemangel zu begegnen.“

Angehende Köchinnen und Restaurantfachfrauen aus Marseille, der größten gastgewerblichen Berufsschule in Frankreich, arbeiten derzeit bis zum 12.09.2019 im Hotel Arosa und dem Parkhotel Bad Lippspringe, um ihre betriebliche Ausbildung im Ausland mit internationalen Erfahrungen anzureichern. Durch den Auslandsaufenthalt entwickeln sie ihre beruflichen, sozialen sowie personalen Kompetenzen und erhalten zusätzliche Impulse während ihrer Tätigkeit in einem internationalen Betrieb.

Schülertausch am Berufskollegzentrum am Maspernplatz

Verschiedene berufliche Schwerpunkte vereint an einem Campus – das zeichnet das Berufskollegzentrum am Maspernplatz in Paderborn aus. Ein Projekt der Schulsozialarbeit des Helene-Weber und des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs, welches durch den Kreis Paderborn mitfinanziert wurde, machte sich nun diese räumliche Nähe zu nutze und ermöglichte einigen Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Nachbarschulen.

Im Rahmen des gemeinsam geplanten Projektes konnten Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsvorbereitung des Helene-Weber-Berufskollegs einen Vormittag in die Holz- sowie Farbwerkstätten schnuppern, während die internationale Klasse und das Berufliche Gymnasium des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs in den Großküchen der Nachbarsschule leckere internationale und nationale Speisen zubereiteten.

In der Farbwerkstatt am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg wurden Schilder mit den jeweiligen Namen der Schülerinnen und Schüler gestaltet sowie erstellt und beim gemeinsamen Essen präsentiert. Ebenso fleißig wurde in der Holzwerkstatt gesägt und geleimt, bis am Ende des Austauschmorgens jede Schülerin und jeder Schüler eine eigene Grillzange gebaut hat. Während am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in den Werkstätten gewerkelt wurde, ging es bei sommerlichen Temperaturen in der Großküche des Helene-Weber-Berufskollegs heiß her. Von den Schülerinnen und Schülern selbst ausgesuchte Gerichte wurden hier zubereitet – und das für knapp 70 Personen.

Wir versuchen mit unserem Projekt zu ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler ihren Blick bei der beruflichen Orientierung weiten und auch einmal in andere Bereiche hineinschnuppern. Vielleicht entdeckt der ein oder andere so ganz neue berufliche Perspektiven“ berichten Mechthild Thiele und Tim Burkamp von der Schulsozialarbeit. „Ebenso ist es aber auch ein Projekt, das ein Zusammenkommen und einen Dialog ermöglicht. Ebenso interkulturell zwischen internationalen und Gymnasialklassen, aber auch zwischen den verschiedenen Berufskollegs. Spätestens beim gemeinsamen Essen ergeben sich tolle Gespräche und erste Freundschaften.“

Nachruf

Am 03.06.2019 verstarb Frau

Werkstattlehrerin und Friseurmeisterin Ulrike Heidecker

im Alter von nur 67 Jahren. Frau Heidecker war vom 07.09.1981 bis zur ihrer Pensionierung im Dezember 2010 als Werkstattlehrerin für den Fachbereich Körperpflege am Helene-Weber-Berufskolleg in Paderborn tätig.

Ihre Unterrichtstätigkeit umfasste im Wesentlichen die fachpraktischen Unterweisungen in den Berufsschulklassen für Friseure und in der Berufsgrundschule für Körperpflege. Darüber hinaus engagierte sich Frau Heidecker auch in Klassen mit besonderem Förderbedarf, um dieser Schülerschaft durch praktische Unterrichtsanteile den Einstieg in die Berufsausbildung zu erleichtern.

Stets hat sie ihren Schülerinnen und Schülern eine hohe Empathie entgegengebracht.

Wir trauern um eine geschätzte ehemalige Kollegin, die ihren Beruf mit großer Liebe und Verlässlichkeit ausübte und von allen Lehrkräften sehr geschätzt wurde.

Unser besonderes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.

Wir werden ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.

Paderborn, 10. Juni 2019

„Glüxxit – wer nicht zockt, gewinnt!“

Fachvortrag am Berufskollegzentrum am Maspernplatz in Paderborn zum Thema „Gefahren von Glücksspielen“ am 05.06.2019 von Dr. Tobias Hayer (Universität Bremen) im Rahmen des landesweiten Projektes „Glüxxit – wer nicht zockt, gewinnt!“

Ca. 150 Schülerinnen und Schüler der drei ansässigen Berufskollegs verfolgten interessiert den Fachvortrag.

Die in Bielefeld ansässige Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW und die drei langjährig tätigen Schwerpunktberatungsstellen Glücksspielsucht (Träger: Arbeitskreis gegen Spielsucht Unna, Caritas Neuss und Diakonisches Werk Herford) haben im Auftrag des nordrhein‐westfälischen Gesundheitsministeriums das Präventionsprojekt „Glüxxit“ für Berufskollegs entwickelt. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler, aber auch an Lehrerinnen und Lehrer bzw. Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter.

Spielotheken, Sportwettbüros und Glücksspielangebote im Internet sind allgegenwärtig, üben eine große Anziehungskraft aus und verführen insbesondere junge Männer, „ihr Glück zu versuchen“. Die Verlockung des schnellen Geldes kann aber schnell auch zu Problemen oder sogar in eine Glücksspielabhängigkeit führen, so dass professionelle Hilfe wichtig wird.

Horst Brönstrup vom Projekt „Glüxxit“ berichtet, dass an den Berufskollegs oft bis zu 80 Prozent der Schüler und Schülerinnen über diverse Erfahrungen mit Glücksspielen verfügen. Trotzdem würde dies Thema häufig vernachlässigt, da es sich um ein Suchtmittel handelt, welches zu einer Abhängigkeit führt, die im Gegensatz zu einer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, nicht einfach ans Tageslicht gerät.

Dr. Tobias Hayer, Wissenschaftler an der Universität Bremen und ausgewiesener Experte zum Thema „Jugendliche und glücksspielbezogene Probleme“ sprach im Rahmen seines Fachvortrags zu ca. 150 Schüler und Schülerinnen aller drei am Berufskollegzentrum ansässigen Berufskollegs über Reiz und Gefahren von Glücksspielen. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben versuchte er z.B. darzulegen, dass Jugendliche ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten überschätzen und dem Irrglauben unterliegen, dass Übungseffekte zu einem besseren Spielergebnis führen. Der Forscher warnte davor, Gewinne bei Sportwetten, Poker oder an Geldautomaten auf das eigene Können oder Kompetenz zurückzuführen. Ziel des Projektes „Glüxxit“ ist es, für die Gefahren von Glücksspielen zu sensibilisieren und Kontakte zwischen Schule und Suchtberatung herzustellen. Eva Engelkamp von der Fachstelle Glücksspielsucht „Spielfrei?“ bei der Caritas in Paderborn berichtete, dass auch immer häufiger junge Männer in die Beratungsstelle kommen würden, die ein Problem mit Sportwetten oder Geldspielautomaten entwickelt und sich teilweise bereits erheblich verschuldet hätten.

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