Die Ausbildungsvorbereitung im Projekt Pausenladen ermöglicht den Hauptschulabschluss und eröffnet berufliche Perspektiven.

Seit 20 Jahren besteht am Helene-Weber-Berufskolleg ein besonderes Projekt, das Schüler/innen ohne Schulabschluss neue Perspektiven eröffnet.

Junge Mütter haben es schwer, die Schule zu besuchen und ihre Kinder z. B. im Kindergarten betreuen zu lassen, da die Schulzeiten häufig mit den Bring- und Abholzeiten kollidieren. Für diese und andere Förderschülerinnen bietet das Helene-Weber-Berufskolleg (HWBK) eine Form der Ausbildungsvorbereitung an, die den Hauptschulabschluss ermöglicht und dabei den besonderen Bedürfnissen entgegenkommt.

„Ebenso wie Förderschülerinnen haben auch junge Mütter aufgrund von Elternzeit einen besonderen Förderbedarf“, erläutert Studiendirektorin Andrea Lill den Grund für dieses besondere Bildungsangebot des HWBK. „Um diese Schülerinnen in den Ausbildungsmarkt zu integrieren, haben wir ein besonderes Konzept entwickelt.“

Zu seinen Schwerpunkten zählen neben dem Lernen in kleinen Gruppen auch die individuelle Berufs- und Persönlichkeitsberatung. Und damit das Lernen nicht nur bei der trockenen Theorie bleibt, betreiben die Schüler/innen weitgehend selbstständig den „Pausenladen“. In diesem Projekt planen sie nicht nur, sondern stellen auch die Pausensnacks her, verkaufen diese und rechnen anschließend ab. Davon profitiert das ganze HWBK.

Mechthild Thiele, Sozialarbeiterin des Kreises Paderborn, sieht die Vorteile dieses Konzepts: „Die Schüler/innen werden in diesem Berufsorientierungsjahr nicht nur schulisch gefördert, sondern bekommen durch uns Sozialarbeiter und die Berufsberater der Arbeitsagentur weitere wichtige Hilfen bei ihrer Lebensplanung.“