Seit Mai ist Border-Collie Charlie regelmäßig zu Gast im Unterricht einiger Klassen am Helene-Weber-Berufskolleg. Die Rückmeldungen der Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement zeigen: Charlies Anwesenheit kommt insgesamt sehr gut an. Viele erlebten ihn als ruhig, freundlich und angenehm – und als eine echte Bereicherung für den Schulalltag.

Für viele war Charlie mehr als nur ein Hund im Klassenraum: Er sorgte für gute Laune, eine entspannte Stimmung und zwischendurch auch für kleine Pausen vom Unterricht. Einige Schülerinnen und Schüler berichteten, dass sie sich durch seine Anwesenheit wohler fühlten und sogar motivierter waren, zur Schule zu kommen.

„Er hat für eine entspannte Atmosphäre im Unterricht gesorgt und vielen Schülerinnen und Schülern Freude bereitet.“ „Charlie hat mir immer gute Laune gemacht.“

Besonders gut kamen die festen Rituale mit Charlie an. Eine Begrüßung am Stundenanfang oder kurze Pausen mit ihm machten den Unterricht abwechslungsreicher und gaben ihm gleichzeitig mehr Struktur. Auch als Belohnung spielte Charlie eine Rolle: Wer seine Aufgaben erledigt hatte, durfte ihn streicheln oder ihm ein Leckerli geben.

„Man wollte unbedingt schnell mit den Aufgaben fertig sein, um Charlie zu streicheln oder ihm ein Leckerli zu geben.“

Mit Charlie gab es außerdem besondere Aktionen und neue Erfahrungen. Im Sportunterricht entwickelten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise einen Parcours für ihn. Dabei konnten die Lernenden kreativ werden, im Team arbeiten und gleichzeitig Verantwortung übernehmen. Beim „Möhrenziehen“ half Charlie dabei, Gruppen fair einzuteilen.

Viele Schülerinnen und Schüler fanden es außerdem hilfreich, im Schulalltag den richtigen Umgang mit einem Hund zu lernen. Sie erfuhren, dass Ruhe, Rücksicht und ein verantwortungsvolles Verhalten wichtig sind. Charlie konnte dabei helfen, aufgebrachte oder traurige Mitschülerinnen und Mitschüler zu beruhigen und für mehr Harmonie in der Klasse zu sorgen.

„Ein Hund im Unterricht ist eine gute Idee, weil er automatisch für eine sichere und positive Atmosphäre in der Klasse sorgt.“

Natürlich gab es auch einzelne kritische Rückmeldungen. Manche empfanden Charlies Einfluss auf den Unterricht eher neutral. Außerdem wurde erwähnt, dass er im Sportunterricht manchmal laut bellte. Eine Schülerin hatte auch den Eindruck, dass es für Charlie gelegentlich etwas viel oder anstrengend sein könnte. Diese Rückmeldungen zeigen, dass bei seinem Einsatz immer auch auf seine Bedürfnisse und ausreichende Ruhezeiten geachtet werden muss.

Insgesamt fällt das Fazit der Klasse aber klar positiv aus. Charlie brachte Abwechslung in den Unterricht, sorgte für gute Stimmung und wurde von vielen bereits als fester Bestandteil des Schulalltags wahrgenommen. Besonders schön fanden die Schülerinnen und Schüler, dass er nicht jeden Tag dabei war. So blieb sein Besuch etwas Besonderes – und gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass es für Charlie nicht zu anstrengend wurde.

„Es war cool, mal etwas Neues zu haben, weil wir noch nie die Erfahrung hatten, einen Hund in der Schulzeit begrüßen zu können.“ Charlies Besuch hat gezeigt: Ein Schulhund kann nicht nur für gute Laune sorgen, sondern auch dabei helfen, dass eine Klasse ruhiger, motivierter und als Gemeinschaft stärker wird. Umso schwerer fiel der Abschied, denn im nächsten Schuljahr gehen Charlie und die Klasse getrennte Wege. Die gemeinsame Zeit wird den Schülerinnen und Schülern aber sicher in guter Erinnerung bleiben.

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